Der Gemeindebrief online

„Jubilate!“

Nach wochenlangem Corona- Shutdown soll das öffentliche Leben nun langsam wieder hochgefahren werden. Passend dazu trägt der erste Sonntag im Mai den Namen „Jubilate“ – übersetzt: „Jubelt, lobsinget“. Traditionell verbinden wir mit diesem Sonntag die Erinnerung an die erste Schöpfungsgeschichte, den Jubel über die Auferstehung als Neuschöpfung und die Hoffnung auf den verheißenen neuen Himmel und die neue Erde. Auch wenn es in Bezug auf Corona noch lange keine Entwarnung gibt, finde ich diesen Jubelruf doch passend für unsere Zeit, denn er ist getragen von dem Vertrauen, dass Gott diese Welt in seinen Händen hält und das „Tohuwabohu“ zu ordnen vermag – wie es die Bibel im ersten Schöpfungsbericht nennt. Dort, wo die Macht aller Mächtigen versagt, wird uns unsere Abhängigkeit von Gott schlagartig wieder bewusst. Das kann erschreckend und befreiend zugleich sein. In alten Zeiten reagierten die Menschen auf diese Erkenntnis mit einem Hinterfragen ihres Lebenswandels: einerseits mit Blick auf die gesamte Gesellschaft, andererseits aber auch mit Blick auf ihre ganz persönlichen Lebensumstände. Die biblischen Prophetenbücher zeugen davon. Aber auch heute, in Zeiten von Corona, bietet uns die Krise mit ihrem Stillstand Gelegenheit für einen Neuanfang – gerade, wenn dabei zunächst viel Schmerzhaftes ans Licht kommt. So war mit Blick auf die Öffentlichkeit in der letzten Zeit u.a. von Bestrebungen für eine künftig gerechtere und nachhaltigere Wirtschafts- und Lohn-, Klima-, und Umweltpolitik zu lesen. Mit Blick auf das Private habe ich in den vergangenen Wochen immer wieder gehört, dass Menschen in der Zeit des Corona-Shutdowns erkannt haben, wo sie bisher Dinge versäumt oder ihre Prioritäten falsch gesetzt hatten. Es ist eine neue Art des Daseins, eine „Auferstehung“, die sich in diesen Tagen langsam aber sicher bei uns allen auf jeweils eigene Weise ereignet, wenn wir erkennen, auf welche Weise Gott in der Krise zu uns ganz persönlich spricht. Wir kommen dem neuen Himmel und der neuen Erde ein Stück näher, wenn wir uns daran machen, unser Leben und unseren Wirkungskreis so zu gestalten, dass das Reich Gottes darin schon hervorleuchtet und wir auch persönlich so leben können, wie Gott uns gemeint hat.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich den Ruf „Jubilate!“ in dieser besonderen Zeit zu eigen machen können und Sie vertrauensvoll in die Zukunft sehen.

Bleiben Sie gesund!

Ihre Pastorin Kirsten Kunz


Die Chronik

Die Teile 1 , 2 & 3 / 4 der Christuskirchenchronik finden Sie jetzt auch online

hier klicken

 


Jubiläen im Mai

Liebe Gemeinde,

erstens kommt es anders, zweitens als man denkt…!

Im Monat Mai wollten wir in diesem Jahr eigentlich feiern:

1. 50 Jahre Ev.- luth. Kindertagesstätte Thesdorf / „Die Senfkörner“

2. 15 Jahre Pfadfinder an der Christuskirche und last but not least

3. 125 Jahre Christuskirche Pinneberg.

Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir alle Festivitäten in das nächste Jahr verschoben.

Die genauen Termine stehen zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht fest. Wir informieren Sie sobald wir Genaueres wissen.

Bis dahin bleiben Sie gesund und behütet!

Ihre Pastorin Silke Breuninger


- Copyright: Küstenmacher www.sonntagsblatt.de
So geht Coronaschutz in der Kirche
©Küstenmacher www.sonntagsblatt.de
- Copyright: Christuskirche Pinneberg